Vermisst


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Erzählt wird die Lebensgeschichte des 1926 in Moordorf geborenen und seit Januar 1945 in Polen vermissten Wehrmachtssoldaten Thees Meyer. Die Darstellung des kurzen Lebens des jungen Mannes aus Ostfriesland wird mit Aspekten der damaligen Lokal- und Regionalgeschichte sowie der allgemeinen Geschichte verknüpft. Es geht aber auch um volkskundliche Aspekte, die Erziehung in einer unpolitischen, lutherischen Arbeiterfamilie, die Volksschulbildung im NS-Stadt, die Pimpfen- und HJ-Zeit, die Lehrlingszeit in Emden im 2. Weltkrieg, die Zerstörung der Seehafenstadt Emden, den Reichsarbeitsdienst, die Wehrdienstzeit und um die Erlebnisse von Thees an der Ostfront.
Die Erzählung basiert auf vier Quellen:
allgemeine historische, regional- und lokalgeschichtliche Literatur,
100 Briefe und einige Postkarten des Protagonisten,
detaillierte Berichte der Mutter des Protagonisten,
Dokumente aus dem Nachlass der Eltern des Protagonisten.
Es ist dem Verfasser der Publikation ein Anliegen, die Leser über den Alltag einer Durchschnittsfamilie, in der Politik und NS-Propaganda eine ganz nebensächliche Rolle gespielt haben, im nationalsozialistischen Ostfriesland zu informieren, aber mit dem geschichtlichen Thema auch deutlich zu machen, dass der erlittene Verlust durch die gefallenen oder vermissten Soldaten in den unsinnigen Kriegen, die von Menschen immer wieder begonnen werden, die Lebensgeschichte und das Innen- und Gefühlsleben der zurückgebliebenen Verwandten und da insbesondere der Mütter, Ehefrauen und Bräute oft zeitlebens prägten, weil ihre Lebensplanungen und Biographien meistens eine dramatische Wendung bekamen und viele den Verlust innerlich nie überwunden haben, obwohl das Leben nach außen hin später in vielen Fällen wieder geregelt und sorgenfrei verlief.  

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