Eigentlich abwegig - oder doch nicht?

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Die Frage, was nach dem Wirtschaftsboom Mitte der Siebzigerjahre kam, ist nicht neu. Sie wurde vielerorts bereits institutionell und ökonomisch aufgeworfen. – Auf einem ganz anderen Blatt steht jedoch die persönliche Befindlichkeit der gerade in dieser Zeit immer zahlreicher und eben flügge gewordenen Babyboomer. Wie wurden sie mit all den neuartigen Herausforderungen fertig und wie kamen sie mit all den sich zusehends einschleichenden Störfaktoren in ihren noch jungen Leben zurecht, nämlich gerade dann, als ihre Eltern «alles» getan hatten, um ihnen eine solide Basis für ein sorgenfreies und erspriessliches Leben zu ermöglichen? 

Die heute noch lebenden, oft längst Grosseltern gewordenen Boomer-Spezi wollensich mit solchen Fragen aus ihren eigenen Aktivjahren nicht immer gerne befassen. Das hat wohl damit zu tun, dass sie entweder keinen Erklärungsbedarf sehen, oder aber nicht an irgendwelche «Schwachstellen» erinnert werden wollen, weil sie ihre eigenen Biografien längst und – wo möglich – in rosigem Licht an ihre Nachkommen tradiert haben. Der im Text enthaltene ausführliche «Beispielkatalog» soll in dieser Hinsicht etwas Abhilfe schaffen und allfällige Erinnerungslücken schliessen. Es soll so ein Beitrag geleistet werden zur Vergangenheitsbewältigung einer schwierig einzuordnenden Zwischengeneration, die nach meist glücklichen Jugendjahren in ihren wohlbehüteten Elternhäusern oft regelrecht zwischen Stuhl und Bank geriet nach dem Ende der wirtschaftlichen Nachkriegsblüte.

All die angestellten Reflexionen rund um den «Beispielkatalog» sollen auch dazu dienen, der «grossen Orientierungslosigkeit» der Boomer-Nachfolger (Generationen «X» und «Y») einen Erklärungshintergrund zu bieten, um eigene (Schief-) lagen besser einzuordnen und aus den halt oft nicht immer so gut einsehbaren Beweggründen und Lebensführungen ihrer Eltern und Grosseltern die (hoffentlich) richtigen Schlüsse zu ziehen. Eben ganz im Sinne von: «Eigentlich abwegig – oder doch nicht?».

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